Made in Munich – Der Katalog dazu
Freitag, 16. Dezember 2011
Made in Munich – Katalog-Cover
Sehnlichst erwartet von uns Leihgebern: Nach zwei Jahren ist der Katalog zur Ausstellung von 2009 im Haus der Kunst erschienen, als Band I der Schriftenreihe des Studienzentrums zur Moderne: Bibliothek Herzog Franz von Bayern am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München, verlegt bei Walther König in Köln.
Pralle 368 Seiten mit 189 meist farbigen, meist ganz- bzw. doppelseitigen Abbildungen, umfangreicher Bibliographie, broschiert; Der Schutzumschlag ist ein gefaltetes Plakat mit einem Bild von Richard Hamilton. Mit Installationsansichten von Wilfried Petzi und Objektfotografien von Jann Averwerser.
Neben Installationsansichten aus der Ausstellung findet man hier viele hervorragende Abbildungen der Grafiken, ferner von Audio-Editionen (wie z.B. S‑Press) und eine Vielzahl von Mappen, Büchern und Künstlerbüchern, u.a. von Richard Tuttle, Marcel Broodthaers, Imi Knoebel, Joseph Beuys, Bernd und Hilla Becher, Amokkoma, Dieter Roth, Arnulf Rainer, Vlado Kristl, Florian Süssmayr und einer Vielzahl von Magazinen





Formen der Dekonstruktion des Buches. Mit Arbeiten von Albert Coers (Berlin), Loek Grootjans (Breda), Jean-Pascal Flavien (Berlin) / Julien Bismuth (New York) und Jovana Popic (Berlin).




Eine Ausstellung von Magazinen im 




Das Mitte Oktober 2010 in München stattfindende Projekt 








Swantje Grundler und Thomas Mayfried von Institutions.cc haben Walther König nach seiner Geschichte als Verleger gefragt und wollten von ihm wissen, wie weit demokratisches Ideengut seiner verlegerischen Motivation zugrunde liegt. Walter König hat bestätigt, dass die Künstlerbücher im Gegensatz zu den Coffeetable-Books, mit denen man ab den 80er Jahren gut Geld verdienen konnte, mehr mit Leidenschaft als mit Geschäft zu tun haben. Von manchen seiner ersten verlegten Künstlerbücher sind einige noch heute zu moderaten Preisen lieferbar. Die Erlöse aus den Vorzugsausgaben werden brüderlich zwischen Künstler und Verleger geteilt und dazu benutzt, den Preis der Normalausgabe möglichst niedrig zu halten. Symptomatisch für die Situation im Buchhandel ist auch die Tatsache, dass selbst Walther König sich für einen Kleinverleger hält, gemessen an den Großen des Kunstbuchmarktes. Das Verlegen von Künstlerbüchern bleibt eine Nische und der Handel quittiert es seit etwa 15 Jahren konsequent damit, dass er sich Bücher solcher Art nicht mehr ins Sortiment legt. Wer sich also künstlerische Bücher anschauen und kaufen will, muss heute entweder zu König nach Köln fahren oder in seinen Museumsshops direkt danach fragen. Meist hinter der Kasse, schön abgeschlossen in Vitrinen, findet man da noch manchmal manchen Schatz.