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Titel
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Der Schöpfer von Münchens kuriosestem Großkunstwerk ist tot
Technische Angaben
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56,5x39,5 cm, keine weiteren Angaben vorhanden
Zeitungsausriss aus SZ Nr. 101 vom 4. Mai 2026 R2 LEUTE
ZusatzInfos
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Untertitel: Bei den Olympischen Spielen 1972 lief Timm Ulrichs täglich einen Marathon in einem Hamsterrad und an der Allianz-Arena ließ er eine Kirchenkopie aus dem Müllberg wachsen.
Es ist eine Kirche, die keine Kirche ist und die zur Hälfte in dem Müllhügel versinkt, der sich hinter der Autobahn gegenüber der Allianz-Arena erhebt: Mit der 1:1-Kopie von Münchens ältestem Sakralbau hat Timm Ulrichs eines der bemerkenswertesten Großkunstwerke der Landeshauptstadt geschaffen. ...
... „Ich glaube an ein Leben vor dem Tod“, hat er gerne gesagt. Als die evangelische Kirche 2017 das 500. Reformationsjubiläum mit dem Slogan „Am Anfang war das Wort“ bewarb, stellte er dem seine eigene Version entgegen: „Am Anfang war das Wort am“. ...
... Er bezeichnete sich als „Totalkünstler“ – „und das schon, bevor ich überhaupt irgendetwas geschaffen hatte“, wie er in einem Interview einmal gesagt hat. Später benutzte er auch gerne die Bezeichnung „Universaldilettant“. ...
... Um die Jahrtausendwende errichtete Timm Ulrichs auf dem Platz gegenüber dem Münchner Luisengymnasium hölzerne Konstruktionen, mit denen im Winter Brunnen abgedeckt werden. Der Titel der Installation: „Die zweite Haut“. ...
... Am 29. April ist Timm Ulrichs im Alter von 86 Jahren gestorben. Das Münchner Lenbachhaus ruft ihm nach: „Mit feinem Humor und ästhetischer Präzision richtete er seinen kritischen Blick auf gesellschaftliches Handeln und ökologische Fragen – und übersetzte ihn in vielschichtige Kunst, die zum Nachdenken anregt.“ ...
Textauszüge aus dem Artikel
Bildunterschrift: „Dieses Abenteuer Leben, was man nur einmal praktiziert, soll so viele Möglichkeiten ausschöpfen wie möglich“: Timm Ulrichs im Jahr 2020, als ihm der Käthe-Kollwitz-Preis verliehen wurde. Seine Skulptur „Versunkenes Dorf“ steht seit 2006 in Sichtweite der Fußballarena in Fröttmaning. Fotos: Florian Peljak, Gezett/Imago
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