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Titel
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Kalle Aldis Laar vinylculture.org
Technische Angaben
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2 S., 5,5x8,5 cm, keine weiteren Angaben vorhanden
Visitenkarte
ZusatzInfos
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„Schottische Symphonie / Requiem of Art“ ist ein Kunstwerk als Schallplatten-Doppelalbum aus dem Jahr 1973 von dem Künstler Joseph Beuys und dem Komponisten Henning Christiansen. Es erschien als nummeriertes Multiple bei Edition Schellmann in München in einer Auflage von 500 Exemplaren.
Vinyl Culture Das Temporary Soundmuseum von Kalle Laar
Die Schallplatte: eine (meist) schwarze Scheibe, ein längst totgesagtes Wesen, überaus
präsent von 1950 bis 1990, überliefert vor allem als Medium der Popkultur, als
Repräsentant einer Ära, und doch immer noch nicht ausgestorben, am Leben
erhalten nicht nur von Liebhabern und Clubkultur.
Kaum jemand wird bestreiten, dass die Schallplatte ein wesentliches und bestimmendes
Element unserer Kulturlandschaft der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war. Sie
war immer mehr als ein beliebig bespieltes Stück Vinyl, denn mit ihr verband sich im
Gegensatz zu anderen kommerziellen Klangspeichern die Botschaft selbst. In leichter
Abwandlung des berühmten Spruches von Marshall McLuhan ist hier das Medium
auch die „Message“.
Moden und Haltungen fanden mit dem Vinyl ihren Ausdruck, allein das Cover war oft schon
Verheißung, Inhaltsverzeichnis und eigenständiges Werk zugleich. Der eingeengte
Blick auf die Popkultur verhindert jedoch den Blick auf all die anderen Botschaften,
die den Rillen anvertraut wurden.
Das breite Themenspektrum der Vinylkultur zu erfassen, war daher vorderster Anspruch
für den Soundkünstler Kalle Laar, als er zusammen mit der Fotografin Barbara Holzherr
1996 den Grundstein für die Sammlung des Temporary Soundmuseums legte. Eine
der Grundsatz-Feststellungen des Temporary Soundmuseum lautet heute, dass es so
gut wie keine Art von gespielter, gesprochener oder sonst wie akustisch formulierter
Aussage gibt, die nicht irgendwann einmal ihren Weg auf eine Schallplatte gefunden
hat. Man hatte versucht, sich der Modernität dieses Mediums zu bedienen, um ein
Publikum auch jenseits von klassischer und populärer Musik zu erreichen. So ist über
die Jahrzehnte eine Fülle zeitgeschichtlich relevanten Materials entstanden, dessen
Bedeutung aber keineswegs erkannt ist. Jedes Bild, ob bewegt oder nicht, gilt in
unausgesprochener Übereinkunft der westlichen Kulturgesellschaft als prinzipiell be-
wahrenswert, eine vergleichbare Aufmerksamkeit unserer tönenden Welt gegenüber
haben wir dagegen noch nicht gefunden. Es scheint vielmehr, als verdecke die ‚billige’
Massenware noch das ‚wertvolle’ Kulturgut.
Das Soundmuseum besteht aus einer umfangreichen und ständig erweiterten Sammlung
zur Tonträger-Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von der
Erkenntnis, dass mit der Schallplatte auch ein bedeutender Teil unserer Kultur-
geschichte verschwindet, legt die Sammlung besonderen Wert auf zeitgeschichtliche,
dokumentarische und künstlerische Aspekte, abseits des Musik-Mainstreams.
Inhaltlich gliedert sie sich in Bereiche wie Politik, Wissenschaft, Werbung, Grafik
und Design, Sport u.a. Das Material besteht aus Schallplatten inklusive Covers, aber
auch aus ‚Verwandten’, wie z.B. Klangpostkarten und Flexis, fragile Träger flüchtiger
Botschaften aller Art.
Mit einer kleinen exklusiven Auswahl von Abspielgeräten thematisiert Kalle Laar
zudem die Designentwicklung von Plattenspielern und das Phänomen, dass all die
phantasievollen und farbigen Geräte der 1960er und 70er auf einmal durch schwarze
oder silberne gleichförmige Kästen abgelöst wurden. In den Designmuseen der Welt
finden sich in der Regel nur die immergleichen Modelle von Braun und Bang & Olufsen,
gewiss schöne Designklassiker, aber unser Popbewusstsein geprägt haben die anderen,
nicht zuletzt erschwinglicheren Modelle.
Die Sammlung des Temporary Soundmuseums (Privatsammlung Kalle Laar) besteht
aus ca. 12.000 Tonträgern und peripherem Material aus verschiedenen Bereichen,
und aus einer Sammlung von ca. 100 Abspielgeräten. Sie wird international in Aus-
stellungen präsentiert und dient dem Soundkünstler Kalle Laar auch als Reservoir
für seine speziellen thematischen dj-Performances, wie z.B. der ethics disco.
Text von der Webseite
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