Dass Kitsch bei genauem Hinschauen viel mehr ist als nur der geschmacklos-schmalzige kleine Bruder großer Kunst, zeigt spätestens Susan Sontag in den 1960ern. Camp à la Oskar Wilde versah alles mit doppelten Anführungszeichen und rüttelte so an fixierten Kategorien wie »Mann«, »Frau« oder auch »Kunst« – doch welches Potenzial steckt heute in YouTube-Anleitungen zu nicht-essbaren Einhorn-Torten, Diddl-Mäusen oder dem Heimat-Kitsch in Kneipen? Warum gibt es so viele Likes für alles was glitzert? Wie ist es um das aktuelle Verhältnis von Kunst zu Kitsch bestellt, wo Jeff Koons »Winter Bears« durch die Museen der Welt reisen? Wie funktioniert Kitsch in Liebesgedichten? Und was hat das alles eigentlich mit Marx zu tun?
Text von der Webseite
Seit 1994 arbeiten „Friederike & Uwe“ in München als Künstlerduo zusammen.
Nach einigen Jahren der Beschäftigung mit Kitsch-Art in allen Erscheinungsformen (Fotografie, Objekt, Video, Performance etc. – siehe auch das „Friederike & Uwe“ Buch) haben sie die Mosaiktechnik in Verbindung mit moderner Computertechnologie für sich als Bildmedium entdeckt. Schwerpunkt ihrer gemeinsamen Arbeit sind seit 1998/99 Mosaiken aus dem Spielzeug-Puzzle „ministeck“ und diversen anderen Kunststoffmaterialien, wie zum Beispiel Kunststoff-Verschlusskappen für Getränkeflaschen, Plastikstäbchen und Kunststoff-Plotterfolien.
Dabei erzeugen die beiden Künstler am Computer mit Hilfe von digitalisiertem Bildmaterial und entsprechenden Bildbearbeitungsprogrammen exakte Entwürfe für ihre anschließend in filigraner Handarbeit analog umgesetzten Kunststoffmosaike.Es geht ihnen dabei nicht primär um die bloße Umsetzung von Bildern in Mosaike, sondern vor allem um die Erforschung der Pixel-Strukturen unter verschiedensten Bedingungen sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Technik und dem Material Kunststoff.
Fragen der Farbgestaltung und der Komposition spielen dabei natürlich ebenso wie in der Malerei eine große Rolle.
Motivisch behandeln sie aktuell Themenkreise zwischen Idyll und Gewalt („Tulpen und Terror“ textete die SZ): diffuse allgemeine bzw. gemeinsame Erinnerungen ihrer Generation, mehr oder weniger bedeutsame Belanglosigkeiten und Momente des Lebens, Krieg als Unterhaltung, Blut als ästhetisches „Computerspiel-Still“.
Es geht ihnen dabei um medial vermittelte Realitäten, um das Verhältnis von Inhalt und Oberfläche, um den Bezug von Kunst, Künstlichkeit und Leben. Die stellenweise Ununterscheidbarkeit, der fließende Übergang von Virtualität und Realität ist dabei thematisch von großem Interesse – das Leben als Simulation.
Dabei versuchen sie, nie den Humor zu verlieren, einerseits um ironische (Selbst-)Distanz zu wahren, andererseits sozusagen als letzte Waffe im Kampf gegen die Absurdität des Daseins, gegen Resignation und Hilflosigkeit. Das von den beiden nahezu ausschließlich verwendete Material Plastik steht hierbei als Ausdruck ständiger Verfügbarkeit, für Überfluss, Unverrottbarkeit und Uneitelkeit, aber auch als Symbol für geronnene Künstlichkeit, für die uns alle längst umgebende bunte Plastikwelt.„Die Umwelt von Friederike & Uwe besteht aus Plastik in sämtlichen Formen und Aggregatszuständen, sie selbst in „Original-Verpackung“ eingeschlossen. So nehmen sie vorweg, was möglicherweise nicht nur in Sicht kommt, sondern schon bald da sein wird: den Plastikmenschen.“ (Aus: Applaus 7/8 2001) Der Pixel, Grundelement der digitalen Optik, erstarrt in Kunststoff, wird so für „Friederike & Uwe“ zum „Mosaikstein“ der Epoche, der thematisch wie stilistisch vielfältig eingesetzt werden kann.
Text von der Webseite
Bildband mit 66 Abbildungen. Untertitel: Zwischen Strenge und Übertreibung
Publikation anlässlich der Ausstellung "Minimalist Kitsch" im Haus Konstruktiv in Zürich vom 08.12.2005-19.03.2006 und in der Villa Merkel in Esslingen am Neckar vom 11.06.-06.08.2006.
Zur Ausstellung 20.03.-14.04.2020.
... Elena Popkova ist in Wolgograd, das früher einmal Stalingrad hieß, geboren und aufgewachsen. Sie ist Professorin, Doktorin der Wirtschaftswissenschaften und Präsidentin des ANO - Institut für Wissenschaftliche Kommunikation.
Rosen waren eine der häufigsten Blumen, die in den Blumenbeeten der Plätze und Straßen die Stadt Wolgograd schmückten. Heute verändert Wolgograd durch Neubauten und Umstrukturierungen das ursprüngliche Stadtplanungskonzept. Die Rosenbeete verschwinden.
Elena Popkova züchtet mit viel Enthusiasmus eigene Rosen und bewahrt so verschiedene Sorten für die Zukunft Wolgograds auf, dann, wenn die Blumen wieder vermehrt in den öffentlichen Raum gepflanzt werden können.
Elena Popkovovas Fotografien zeigen Rosen in voller Blüte, frisch aber auch im Stadium des Verwelkens, klein und zart aber auch majestätisch und kraftvoll. Immer sind sie fast zeitlos, sie können im Zentrum des Interesses stehen oder im Hintergrund. Diese Blumenfotografien sind flexibel und von einer unglaublichen Farbigkeit und Vielfalt. Sie sind zugleich emotionale und autobiografische Symbole und sind hier von Natur aus reine, sinnliche und gestische Objekte. Sie sind offen für unsere Gefühle und Gedanken, offen für unsere Interpretationen und Erklärungen und offen für unsere individuellen Visionen von Ästhetik, Kitsch und Schönheit. ...
Text von der Webseite von Wolfgang Vollmer
Auflage: 250, numeriert, signiert, keine weiteren Angaben vorhanden Karton bedruckt mit Klick-Bildbetrachter von der Firma Plastiskop, beiliegend Pergamin-Umschlag mit 8 Postkarten
Die drei Künstler posieren auf den beliegenden Postkarten in verschiedenen Posen und zitieren so unterschiedliche Bildreferenzen wie "Das Bermuda-Dreieck", "Die drei blinden Mäuse", "Die drei Amigos".
illustriertes Wörterbuch des schlechten Geschmacks und Trash Culture von A wie Apocalisse (Apokalypse) bis X wie X-Files
freie Übersetzung des Klappentexts
[56] S., 33,3x21,5 cm, keine weiteren Angaben vorhanden Klebebindung, Umschlag mit Palästinenser Tuch umbunden, eine Seite mit Ausstanzung in Form einer MP
Katalog zur Einzelausstellung vom 22.01.-13.03.2009 in der Fruchthalle Kaiserslautern
Der vorliegende Katalog von Frank Herzog präsentiert verschiedene neue Werkgruppen, zum einen „Fräulein-Porträts“ (Porträt-Gemälde) und „Fräulein-Vasen“ (Plastiken). Das Papillon-Hündchen ‚Fräulein’ ist die Schlüsselfigur. Hunde dieser Rasse, mit Vorfahren des Phalène, waren in der Kunstgeschichte über Jahrhunderte ein häufiges und beliebtes Motiv, z. B. als Attribut in Porträts, standen aber fast nie im thematischen Zentrum der Malerei. Herzog verkehrt dies nun: In all seinen Mädchen-Porträts findet sich das Hündchen. Das Tier ist nun die zentrale Figur. Und auch jenseits dieser Motive verbinden sich verschiedene Stränge der Kunstgeschichte in der vielschichtigen Malerei und Plastik Frank Herzogs.
Since 1975, Tina Barney (*1945) has been producing large-scale photographs of family and friends. Her meticulous tableaux chronicle the complexity of interpersonal relationships. In Players, Tina Barney expands her subject matter to include fashion, performers, and actors, as well as her own circle of friends. Emboldened by the cacophony when photographing on stage, Barney has embraced a more casual aesthetic that is visually exhilarating. Editor and designer Chip Kidd has translated this excitement to the pages of this new book. And Michael Stipe has contributed his poetic vertigo.
Text von der Webseite.
nur Bilder, ohne Text
"Toilet Paper" is an artists' magazine created and produced by Maurizio Cattelan and Pierpaolo Ferrari, born out of a passion or obsession they both cultivate: images. The magazine contains no text - each picture springs from an idea, often simple, and through a complex orchestration of people it becomes the materialization of the artists’ mental outbursts. Since the first issue, in June 2010, "Toilet Paper" has created a world that displays ambiguous narratives and a troubling imagination. It combines the vernacular of commercial photography with twisted narrative tableaux and surrealistic imagery. The result is a publication that is itself a work of art which, through its accessible form as a magazine, and through its wide distribution, challenges the limits of the contemporary art economy". A brand new, pristine example of the eighth issue of this fascinating, irregularly issued artist's project.
Text von der Webseite
Evidence of the Avant Garde Since 1957 : Selected Works from the Collection of Art Metropole Including Audiotapes, Records, Videotapes, Film, Multiples, Kitsch, Manuscripts, Stamps, Buttons, Flyers, Posters, Correspondence, Catalogues, Porn, T-Shirts, Postcards, Drawings, Poems, Mailers, Books, Photographs and Ephemera
Ritchies erörtert die sich entwickelnden Ziele der Avantgarde, während Gale eine frühe Geschichte der Art Metropole bietet. Enthält ein Nachwort von Bronson über das Sammeln sowie eine Chronologie der Art Metropole-Veranstaltungen und -Publikationen.
Eine Publikation zum 10-jährigen Bestehen von Art Metropole, 17.11.-08.12.1984.
[270] S., 27x20,8 cm, Auflage: 3.000, ISBN/ISSN 9780978869786 verschiedene Papiere, erste Seite mit Schablone gesprüht
ZusatzInfos
Facsimile edition of Destroy All Monsters Magazine including remnants of the "lost" seventh issue, which was never released. Destroy All Monsters Magazine features work by Mike Kelley, Cary Loren, Niagara, and Jim Shaw.
Destroy All Monsters Magazine was edited by Cary Loren and contained artwork, photographs, and flyers from band mates Mike Kelley, Cary Loren, Niagara, and Jim Shaw. Printed using any papers and techniques available to the band, the issues combine the cut and paste tactics of punk zines with a psychedelic affinity for color. Destroy All Monsters Magazine functions as a kind of manifesto, providing insight into the band through densely layered pages with movie imagery, kitsch, cartoons, delicate drawings, and counter-culture collages. While Destroy All Monsters has been the subject of recent exhibitions and partial reprints, this is the first time that all issues have been reprinted.
Text von der Verlagswebseite
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